
Blaue Truite

Truite au bleu ist ein ungewöhnliches und fast vergessenes französisches Gericht, bei dem eine Forelle blau gefärbt wird, bevor sie pochiert wird. Die Forelle muss so frisch wie möglich sein – sie wird zunächst betäubt (normalerweise durch einen Schlag auf den Kopf), dann ausgenommen und kurz in Essig eingelegt – durch diesen Vorgang färbt sich der natürliche äußere Schleim des Fisches blau. Der Fisch wird dann in Court-Bouillon pochiert und mit Salzkartoffeln, Petersilie, Zitronenscheiben und geschmolzener Butter serviert. Die Ursprünge dieses Gerichts sind oft umstritten – die Regionen Elsass, Dauphiné und Jura beanspruchen alle das Eigentumsrecht an der Zubereitungsmethode, James Beard führt das Gericht auf die französischen Alpen und die Schweiz zurück, während Escoffier sagt, dass es Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland beliebt war. Unabhängig von den Ursprüngen ist Truite au bleu eine seltene Delikatesse, die man mindestens einmal im Leben probieren muss – Schließlich schrieb M.F.K. Fisher, dass es der beste Fisch war, den sie je gegessen hatte.


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