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Cotoletta alla Milanese

Genau wie sein entfernter Wiener Cousin ist Cotoletta alla Milanese ein dünn geklopftes, paniertes und in der Pfanne gebratenes Kalbsschnitzel. Obwohl sie sich ähneln, unterscheiden sich die beiden Gerichte leicht: Die Wiener Version wird traditionell sowohl in Mehl als auch in Semmelbrösel getaucht und dann in Öl, Butter oder einer Kombination aus beidem gebraten, während die Mailänder Version mit Knochen gebraten wird und nur Semmelbrösel und Butter verwendet. Es wird oft behauptet, dass die Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden kulinarischen Klassikern nicht rein zufällig sind, da Mailand im 17. und 18. Jahrhundert Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war. Bei jedem oberflächlichen Vergleich zwischen Cotoletta und Wiener Schnitzel weisen die Mailänder jedoch stolz darauf hin, dass ihr Gericht seit dem 12. Jahrhundert eine Spezialität Mailands und der Lombardei ist. Eine neuere Mailänder Erfindung ist eine Version der Cotoletta, die in Anlehnung an ihre Größe und Form „l’orecchia di elefante“ (wörtlich: Elefantenohr) genannt wird, während die Originalversion ihren Namen von „la costoletta“ hat – dem Fleischstück, aus dem sie traditionell hergestellt wird: ein etwa 2,5 cm dickes Kalbskotelett mit Knochen.
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