
Tacacá

Tacacá ist eine mundbetäubende brasilianische Suppe aus großen getrockneten Garnelen, Tucupí (Nebenprodukt der wilden Manioks), Maniokstärke, scharfen gelben Paprikaschoten und Jambú – einer Blattpflanze mit betäubenden Eigenschaften. Zur Herstellung von Tucupí wird der Saft einer bestimmten Sorte sauren Manioks namens Mandioca brava (wörtlich: wütender Maniok) gekocht und dann fermentiert, um den hohen Cyanidgehalt zu beseitigen, der in seiner rohen Form vorhanden ist. Nach Abschluss des Fermentationsprozesses zeichnet sich die resultierende Soße durch eine gelbliche Farbe und einen intensiv säuerlichen Geschmack aus. Das mundbetäubende Gefühl der Suppe kommt von der Jambú-Pflanze, die nicht nur zum Kochen verwendet wird, sondern auch eine lange Tradition als Volksheilmittel in Nordbrasilien hat, insbesondere in den Bundesstaaten Pará und Amazonas. Im Norden Brasiliens wird die Suppe normalerweise nachmittags verkauft, normalerweise von Verkäuferinnen, die Tacacazeiras genannt werden. Sie wird traditionell kochend heiß in ausgehöhlten Kürbissen, den sogenannten Cuias, serviert, obwohl einige Verkäufer sie auch in Keramikschalen anbieten. Man braucht keinen Löffel, um Tacacá zu essen, da man sie traditionell direkt aus der Schale trinkt. Interessanterweise haben die meisten Verkäufer, die diese Köstlichkeit verkaufen, keine Ahnung von den Mengen der für die Suppe verwendeten Zutaten, da sie kein festes Rezept verwenden.


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