
Azevia

Azevia ist ein traditionelles frittiertes Gebäck aus der portugiesischen Region Alentejo, das normalerweise halbmondförmig und etwa 8 cm lang ist. Das Gebäck besteht aus einem Teig aus Mehl, Eiern, Schmalz, Olivenöl, Wasser und Salz und wird nach dem Frittieren normalerweise mit einer Mischung aus Zucker und Zimt bedeckt. In einigen Variationen wird das Gebäck auch mit Orangensaft gewürzt. Azevias können verschiedene süße Füllungen haben, normalerweise Kichererbsen, Süßkartoffeln, Doce de Gila (eine Kürbisart) und sogar Bohnen. Manchmal werden Mandeln hinzugefügt, um den Geschmack und die Textur der Füllung zu verbessern. Die Zubereitung umfasst das Kneten des Teigs, bis er elastisch wird, das Ausrollen, Füllen, Falten zu einem Halbmond und anschließendes Frittieren, bevor es in Zucker und Zimt gewälzt wird. Während dieses Gebäck heute mit festlichen Jahreszeiten wie Weihnachten und Karneval in Verbindung gebracht wird, waren sie historisch mit religiösen Klöstern verbunden, wobei frühe Rezepte in Klosterkochbüchern erhalten sind. Den Namen „Azevia“ teilt er sich mit einer Art Plattfisch, wahrscheinlich aufgrund der ähnlichen Form beider. Neben ihrer Geschichte als Leckerbissen für besondere Anlässe wurden Azevias manchmal auch für spielerische Karnevalsstreiche verwendet, wobei sie mit Watte gefüllt waren.


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